HB Jahresrückblick 2011 – Teil V

Auf Einladung von Bernhard Schalk, der das Ensemble 2010 in der Herz-Jesu-Kirche gehört hatte, machte sich Hammer Blech am letzten Septemberwochenende bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen auf die Reise nach Viernheim. Anlass war ein gemeinsames Konzert mit der von Schalk geleiteten Chorgemeinschaft „Cantare“ der Albertus-Magnus-Schule.

Ohne Stau und größere Verluste erreichten die Musiker gegen Samstagmittag das in der Nähe von Mannheim liegende Städtchen und wurden vom Gastgeber sofort in die Pizzeria Salerno zum Essen eingeladen (sehr zu empfehlen). Dank eines Magenbitters konnte die anschließende Generalprobe trotz gut gefüllter Mägen doch noch geordnet durchgeführt werden.

Der Chor hatte für wirklich alles gesorgt. Die Musiker waren nicht nur fabelhaft untergebracht, in der Umkleide (einem Klassenzimmer der Albertus-Magnus-Schule) gab es sogar ein Playmate für das Ensemble. So konnte das Konzert nur ein Erfolg werden.

Nach dem Konzert und dem darauf folgenden Imbiss machte Hammer Blech sich noch auf die Suche nach einer Lokalität, um den Abend ausklingen zu lassen. Nach einem langen Irrweg durch Viernheim fand man sich wiederum mit Bernhard Schalk und ein paar „Gasteltern“ im Salerno ein. Aber auch hier wurde die Kunst nicht vergessen. Ein unbekannter Schöpfer fertigte das detailgetreue Abbild eines Horns an. Und auch auf echten Instrumenten wurde noch zur Erbauung der anwesenden Restaurantgäste und des Wirtes musiziert. Trompeter Christoph intonierte auf besonderen Wunsch „Il Silenzio“.

Nach einem kurzen aber kräftigen Schlaf musizierte Hammer Blech am folgenden Sonntagmorgen noch im Gottesdienst und bot anschließend auf dem Kirchplatz ein spontanes Platzkonzert für die Kirchbesucher.

Dann wurde – natürlich – wieder gemeinsam mit dem Chor gegessen. Und so machten sich die Musiker des Ensembles, dankbar für das tolle Wochenende und um einige Kilo schwerer, am frühen Nachmittag wieder auf den 320km langen Heimweg.

Das war der fünfte und letzte Teil unseres Jahresrückblicks. Hammer Blech wünscht Ihnen einen guten Rutsch und hofft, dass Sie dem Ensemble auch im Jahr 2012 gewogen bleiben.

HB Jahresrückblick 2011 – Teil IV

Und sofort geht es weiter mit dem vierten Teil des Jahresrückblichs.

Am 18. September trat Hammer Blech zum Heimspiel in der Aula am Beisenkamp an. Der Saal war mit über 250 Zuhörern gut gefüllt, die Akustik war aber so trocken, dass alle nach der ersten Halbzeit ein Glas Wasser trinken mussten.

Zur Pause fand sich auch Chris Houlding, in den Katakomben der Aula ein, der es rechtzeitig zum Konzert nach Hamm geschafft hatte. Mit einer flammenden Halbzeitansprache motivierte er das Ensemble zu weiteren Höchstleistungen. Mangels Auswechselspielern musste in der zweiten Hälfte noch einmal die gleiche Elf auf das Spielfeld, doch von Ermüdung war kaum eine Spur. Die Ensemblemitglieder spielten sich gegenseitig die Bälle zu und zeigten sogar das eine oder andere Kabinettstückchen, rüde Fouls wurden nicht gesehen. Nach dem Schlusspfiff gingen Musiker und Publikum glücklich zufrieden nach Hause.

Hammer Blech hatte sich für das Finale qualifiziert, das eine Woche später auswärts in der Nähe von Heidelberg bei Mannheim in Viernheim stattfinden sollte.

HB Jahresrückblick 2011 – Teil III

Gegen Mittag des 17. September machten sich drei Autos auf den Weg von Hamm in Richtung Bremen. Alle waren frohgemut, besonders drei Ensemblemitglieder – sind sie doch bekennende Fans von Werder Bremen in der Diaspora.

Doch die Stimmung drohte schon auf der Hälfte der Strecke zu kippen. Das Vorausfahrzeug HB1 geriet auf der Autobahn 1 zwischen Holdorf und Vechta in einen Hinterhalt. Es folgte ein zermürbendes Rückzugsgefecht im nicht enden wollenden Stau. Nach einer halben Ewigkeit endlich in Vechta angekommen, machte sich Ernüchterung breit: jemand hatte die A1 hinter der Anschlussstelle Vechta für etwa 100m auf eine einzige Spur verengt und damit ohne Not einen 10km-Stau produziert. Nicht ein einziger Mitarbeiter in orangener Arbeitskluft war weit und breit zu erkennen. Doch das Opfer von HB1 war nicht umsonst – immerhin konnte der Hauptkonvoi rechtzeitig gewarnt werden, dem Hinterhalt entweichen und auf Umwegen wohlbehalten das Ziel erreichen.

Nachdem HB1 hinter Vechta ordentlich auf die Tubae gedrückt hatte, fand sich das Ensemble noch halbwegs rechtzeitig zur Anspielprobe in der Alt-Hastedter Kirche in Bremen ein. Das Konzert war schön, das Publikum begeistert, doch während des Konzertes geschahen mysteriöse Dinge, von denen einige sogar auf Video festgehalten wurden. Den abgefallenen Stimmzug am dritten Trompetenventil wollen wir Ihnen hier lieber nicht zumuten. Es ist einfach zu unappetitlich. Stattdessen zeigen wir den Mystery-Kurzfilm „Falling Tuba Mutes“.

Nach der letzten Zugabe bereitete die Gemeinde noch ein köstliches Buffet, an dem Hammer Blech sich laben durfte.

HB Jahresrückblick 2011 – Teil II

Im August fand sich das Ensemble zum jährlichen Probenwochenende in Nordwalde ein. Drei Tage in der Jugendbildungsstätte kaserniert, probte Hammer Blech wieder gemeinsam mit dem Dozenten Chris Houlding am Konzertprogramm. Der Samstagabend fand einen gemütlichen Abschluss beim Kegeln im Keller. Leider verlor das Team „Posaunen“ – es hatte seine Qualitäten aber schon vorher an anderer Stelle gezeigt: „This is Trombone Land!“ (Houlding).

Nach einer weiteren Probe mit Chris und einem „Erweckungserlebnis“ am Sonntagmorgen endete ein anstrengendes aber lohnendes Wochenende.

Ein Ereignis trübte allerdings die Stimmung: Schamlose Diebe hatten in einem unbeobachteten Moment einen schon bezahlten Kasten Bieres feinster Pilsener Brauart aus dem Ensemblekühlschrank der Kellerbar entwendet. Da die unter Verdacht stehenden Nordwalder Jugendlichen nicht aufgegriffen und zur Rechenschaft gezogen werden konnten, hofft Hammer Blech, dass sie hinterher wenigstens einen ordentlichen Schädel hatten.

HB Jahresrückblick 2011 – Teil I

Ja, viel war los in den vergangenen zwölf Monaten. Da kommt die Zeit „zwischen den Jahren“ doch ganz gelegen, um einmal innezuhalten, in Erinnerungen zu schwelgen und Bilanz zu ziehen. Vergessen Sie die Jahresrückblicke mit Gottschalk und Kerner – hier kommt der einzig wahre HB-Jahresrückblick in mehreren Teilen.

Das Jahr fing zunächst ganz harmlos an. Das Ensemble reiste im Januar nach Groningen, um als Bestandteil des Examenskonzertes unseres Posaunisten Benjamin am Prins Claus Conservatorium aufzutreten. Beim Queen-Medley überzeugte nicht nur Hammer Blech das niederländische Publikum. Vor allem der Prüfling überzeugte die Kommission – und darf sich nun „Docent Muziek“ nennen. Glückwunsch! Im Anschluss fand das Ensemble noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Besuch in einer Spelunke am Groninger Markt.

HB-Posaunenquartett

Wegen überfüllter Terminkalender muss der traditionelle Adventsauftritt von Hammer Blech in diesem Jahr leider ausfallen. Aber keine Angst. Um den Herbst und Winter zu überbrücken, haben die Posaunisten des Ensembles vor ein paar Wochen mit der „edelsten Form der Kammermusik“ begonnen: dem Posaunenquartett. Denn seien wir doch mal ehrlich – wer braucht schon Trompeten?

Wenn Sie also nicht ungeduldig bis zum nächsten großen HB-Konzert im kommenden Jahr warten möchten, sollten Sie sich für den 20.11.2011 noch nichts weiter vornehmen. An diesem Tag gestaltet das neue Hammer Blech Posaunenquartett nämlich um 9:30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Berge den Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag (und feiert zugleich Premiere).

Video: Bleib bei mir, Herr

Da wir leider in diesem Jahr wahrscheinlich keinen Adventsauftritt haben, hier als kleine Entschädigung ein neues Video auf youtube: Der Choral „Abide with me“ von William Henry Monk, vielen sicher besser bekannt als EG 488 „Bleib bei mir, Herr“.

Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!

Es geht endlich wieder los!

Nein, damit meinen wir nicht den Europapokal oder die Champions League. Die Hammer-Blech-Konzerte 2011 stehen vor der Tür! Und wir sind „heiß“, wie man bei Fußballern wohl sagen würde.

Zuerst geht es am Samstag, 17. September nach Bremen: Um 18 Uhr startet das erste Hammer-Blech-Konzert in Norddeutschland (Evangelische Kirche Alt-Hastedt, Bennigsenstraße 7). Am Tag darauf – also am 18. September – folgt das Heimspiel in Hamm, sozusagen in unserem „Wohnzimmer“, dem Beisenkamp Gymnasium (18 Uhr, Aula des Beisenkamp Gymnasius, Am Beisenkamp 1). Zu guter Letzt spielen wir dann am Samstag, 24. September ein Konzert in Viernheim, gemeinsam mit der dortigen Chorgemeinschaft Cantare (19 Uhr, Aula der Albertus-Magnus-Schule, August-Bebel-Straße 9). Der Eintritt zu den Konzerten in Hamm und Bremen ist frei, es wird um Spenden gebeten.

David ist auch schon ganz gespannt...

David ist auch schon ganz gespannt...

Wir fänden es wunderbar, wenn viele interessierte Zuhörer kämen und verraten auch gerne schon Teile des Programms: Unter anderem bieten wir eine musikalische Weinverkostung an und wagen uns auf das Feld der Neuen Musik. Außerdem lassen wir auch südamerikanische Rhythmen erklingen. Davon abgesehen bewegt sich Hammer Blech wie immer irgendwo zwischen Rock und Barock, so dass alle Konzertbesucher auf ihre Kosten kommen. Wir freuen uns auf Euch und Sie!

HB-Posaunen im Einsatz

HB-Jusi

Bevor wir Sie in den nächsten Wochen mit Infos zu den bevorstehenden HB-Konzerten versorgen, stopfen wir zwischenzeitlich das Sommerloch mit einem kleinen Bericht aus der Kategorie „HB-Mitglieder auswärts“.

Unter dem Motto „Pimp my Trombone-Section“ verstärkten die HB-Posaunisten Benjamin Walter, Matthias Motzkus und Matthias Frölich – unterstützt von Sebastian Frölich an der Trompete – das Junge Sinfonieorchester der Uni Münster (Jusi). Anlässlich des 25-jährigen Bestehens feierte das Orchester nämlich vergangene Woche mit zwei Konzerten in Münster sowie einer Konzertreise nach Nijmegen über Fronleichnam sein „Jusiläum“ und hatte dazu groß aufgefahren. Die Carmen-Suite steckte den HB-Mitgliedern ja noch im Blut. Trotz Atemwegsinfekten bebte die Halle des Bergkönigs anschließend schon ganz ordentlich. Beim Fluch der Karibik war „knackiges Blech“ zu hören, wie der Kritiker der Westfälischen Nachrichten schrieb. Spätestens jedoch bei Tschaikowskis Ouvertüre 1812 war dann alles aus. Die drei Posaunen entfachten einen Klang-Orkan kyrill’schen Ausmaßes (siehe obige Rekonstruktion, basierend auf einem Comic von Lennie Peterson) und zogen eine tiefe Schneise durch die Bratschen – sogar die Kanonenschüsse wurden übertönt.

Als Arbeitsnachweis hier nun abschließend ein kleiner Schnipsel der Aufführung im Concertgebouw „De Vereeniging“ in Nijmegen, gemeinsam mit dem dortigen Studentenorchester.