Steigt Hammer Blech ins Imbissgeschäft ein?

Die außerplanmäßige Probe am vergangenen Mittwoch lief nicht reibungslos ab. Da das üblicherweise genutzte Berger Gemeindehaus von einer Abnehmgruppe mit alliterierendem Namen besetzt war (nennen wir sie der Einfachheit halber „Fat Fighters„), musste Hammer Blech an einen anderen Ort ausweichen. Die Probe wurde kurzerhand in die Evangelische Kirche an den Wassertürmen verlegt.

Nach harter Arbeit traf sich Hammer Blech anschließend zu einer Besprechung im „Hammer Imbiss“ an der Werler Straße 247 (in Gastronomenkreisen geht das Gerücht um, das Ensemble sei mit dieser ersten Filiale ins Imbissgeschäft eingestiegen und plane, McDonalds langfristig als Marktführer abzulösen). Bei sehr leckerer Currywurst und Pommes führten die Musiker eine ausgedehnte Probenkritik durch. Die Besprechung dauerte bis tief in die Nacht.

Der GeschlechtsGeschäftsführer des Ensembles, seines Zeichens Kommunikationswissenschaftler, nutzte die Gelegenheit und erstellte mittels der ausliegenden Qualitätszeitungen in professioneller Manier einen Pressespiegel. Zur Enttäuschung aller fand Hammer Blech aber gerade an diesem Tag keine Erwähnung auf den Titelseiten der Gazetten.

Den Ärger über diese grobe Missachtung besänftigten die sehr freundlichen Damen vom Grill mit einer Runde Bonbons. So fand der Abend noch einen versöhnlichen Abschluss.

Posaunen wie Schwerter

Getreu dem Motto „pimp my trombone section“ fanden sich die HB-Posaunisten Benjamin W. und Matthias F. Anfang Juli in Münster ein, um die Pfade der Ensemblemusik zeitweilig zu verlassen und zur Abwechslung im großen Sinfonieorchester Dvoráks Achte zu zelebrieren. Für das nötige Fundament sorgte zusätzlich David B. an der Tuba.

Unter der Schlagzeile „Posaunen wie Schwerter“ war am Tag nach dem Konzert in der Presse zu lesen, dass sich in der Aula am Aasee Gewaltiges zugetragen hatte:

„man hatte es gewagt und mit restlosem Mut große Musik gespielt – dies bewies schon der donnernde Schlussapplaus. Zu Recht!“

Der Chefkritiker der Münsterschen Zeitung war voll des Lobes und schrieb dem Blech – allen voran den Posaunen – einen nicht geringen Anteil am Erfolg zu:

„Im Finale schlug die große Stunde der Posaunen und Trompeten, die wie Schwerter blitzten – das Orchester stürmte durch kontrapunktische Tumulte, elegische Episoden und ekstatischen Dur-Taumel.“

Auch nach After-Show-Party war bei einigen Musikern eine Art Taumel festzustellen – das hatte aber andere Gründe.